Selbstberuhigung


Selbstberuhigung ist die Fähigkeit einer Person, negativen Affekt, dann, wenn sie es für angebracht hält, ohne äußere Hilfe herunterzuregulieren, also ohne Trost oder Beruhigung durch eine andere Person. 

Diese Fähigkeit ist bis ins hohe Alter erlernbar und erweiterbar und zwar dadurch, dass die lernende Person ab und zu, dann wenn sie es braucht, die Erfahrung macht, dass ein “verstehendes Gegenüber”, also eine Person, Trost und Beruhigung vermittelt. Die Lernbedingung ist also, dass Trost und Beruhigung im Rahmen einer vertrauensvollen Beziehung vermittelt werden. Das liegt daran, dass der Trost bzw. die Ermutigung nur dann ins Selbst des Lernenden integriert werden kann, um eine Selbstkompetenz zu werden, wenn das Selbst in der Beziehung geöffnet ist. Das ist umso eher der Fall, je mehr sich die lernende Person von ihrem Gegenüber verstanden und akzeptiert fühlt. Wenn ein Mensch “sich” (d. h. sein Selbst) verschließt, können Trost, Ermutigung und andere Hilfen durchaus wirksam sein, ohne aber später selbstständig eingesetzt werden zu können. Dann bleibt der Lernende ständig von externer Hilfe abhängig.

Selbstberuhigung - die Fähigkeit, ein negatives Gefühl selbständig herunterzuregulieren